Was kostet eine Hausverwaltung für ein Mehrfamilienhaus?

INHALTSVERZEICHNIS

TL;DR 

Die Kosten einer Hausverwaltung für ein Mehrfamilienhaus liegen je nach Verwaltungsart, Objektgröße und Leistungsumfang meist bei etwa 20 bis 35 Euro pro Wohneinheit und Monat.

Bei kleinen Objekten mit wenigen Einheiten fällt der Preis pro Wohnung deutlich höher aus, bei großen Objekten dagegen niedriger.

Neben dem Grundhonorar können Sonderleistungen wie die Sanierungsbegleitung oder die Neuvermietung zusätzliche Kosten verursachen.

Dieser Artikel zeigt, wie sich die Kosten zusammensetzen, welche Faktoren sie beeinflussen und wann sich eine professionelle Hausverwaltung lohnt.

Wer ein Mehrfamilienhaus besitzt, steht früher oder später vor der Frage, ob er die Verwaltung selbst übernimmt oder an eine professionelle Hausverwaltung übergibt.

Viele Eigentümer entscheiden sich für eine externe Verwaltung, weil die Betreuung eines Mehrfamilienhauses mit Buchhaltung, Mieterkommunikation, Instandhaltung und rechtlichen Pflichten sehr zeitaufwendig ist.

Die Kosten dafür lassen sich allerdings nicht pauschal beziffern, da sie von der Größe des Gebäudes, dem Leistungsumfang und der Komplexität der Verwaltung abhängen.

Als Partner für Wohn- und Investmentimmobilien kennt QUIN Investment die Anforderungen von Mehrfamilienhaus-Eigentümern und weiß, worauf es bei einer wirtschaftlichen Bewirtschaftung ankommt.

Dieser Überblick hilft Ihnen, die typischen Kosten einzuordnen und die richtige Entscheidung für Ihr Objekt zu treffen.

Was macht eine Hausverwaltung eigentlich?

Eine Hausverwaltung übernimmt alle Aufgaben, die für den reibungslosen Betrieb eines Mehrfamilienhauses notwendig sind.

Grundsätzlich lassen sich diese Aufgaben in drei Bereiche einteilen, die zusammen die laufende Bewirtschaftung sicherstellen.

Zur kaufmännischen Verwaltung gehören die Buchhaltung, die Erstellung der Nebenkostenabrechnung, die Überwachung von Zahlungen und die gesamte Mieterkommunikation.

Die finanzielle Verwaltung umfasst die Planung der Einnahmen und Ausgaben, das Mahnwesen sowie die Verwaltung von Rücklagen für anstehende Maßnahmen.

Hinzu kommt die technische Verwaltung, die sich um Instandhaltung, die Koordination von Handwerkern und die regelmäßige Kontrolle des Gebäudezustands kümmert.

Auch organisatorische Aufgaben fallen in den Zuständigkeitsbereich, etwa die Durchsetzung der vereinbarten Regeln.

Eine klar formulierte Hausordnung im Mehrfamilienhaus erleichtert dabei das Zusammenleben und reduziert den Abstimmungsaufwand für die Verwaltung spürbar.

Je nach Vertrag kann der Umfang dieser Leistungen unterschiedlich ausfallen, was sich direkt auf die Kosten auswirkt.

Durchschnittliche Kosten einer Hausverwaltung in Deutschland

Die Kosten einer Hausverwaltung werden in der Regel nach einem von drei Modellen berechnet.

  • Pro Einheit und Monat: das häufigste Modell, bei dem ein fester Betrag je Wohneinheit berechnet wird.
  • Prozentual von der Miete: ein Anteil der jährlichen Kaltmiete, häufig in einer Größenordnung von etwa vier bis sechs Prozent.
  • Pauschalhonorar: ein fester monatlicher Betrag für das gesamte Objekt, unabhängig von der Zahl der Einheiten.
 

Als grobe Orientierung liegen die Kosten für die Verwaltung eines Mehrfamilienhauses meist bei etwa 20 bis 35 Euro pro Wohneinheit und Monat.

Diese Werte sind jedoch nur Anhaltspunkte, denn die tatsächlichen Preise hängen stark von Region, Objektgröße und Leistungsumfang ab und sollten immer durch konkrete Angebote überprüft werden.

Bei kleinen Objekten mit nur wenigen Einheiten liegt der Preis pro Wohnung oft deutlich höher, da der Grundaufwand auf weniger Einheiten verteilt wird.

Wichtig zu wissen ist außerdem, dass die reinen Verwaltungskosten nicht auf die Mieter umgelegt werden dürfen, während sich umlagefähige Posten wie die Heizkosten im Mehrfamilienhaus berechnen lassen und sehr wohl in der Nebenkostenabrechnung auftauchen.

Die tatsächlichen Kosten zeigen sich erst im Detail – Modell, Objektgröße und Leistungsumfang entscheiden.

Welche Faktoren die Kosten beeinflussen

Warum die Kosten einer Hausverwaltung so unterschiedlich ausfallen, lässt sich an einigen zentralen Faktoren festmachen.

Der wichtigste Faktor ist die Größe des Objekts, also die Anzahl der Wohneinheiten.

Da viele Verwaltungsaufgaben unabhängig von der Größe anfallen, sinken die Kosten pro Einheit, je mehr Wohnungen verwaltet werden, während kleine Objekte überproportional teuer sind.

Ein weiterer Faktor ist der Zustand der Immobilie.

Ein gut gepflegtes Gebäude verursacht weniger Verwaltungsaufwand als ein sanierungsbedürftiges Objekt mit häufigen Reparaturen, bei dem die Betreuung deutlich intensiver ausfällt.

Wie aufwendig solche Maßnahmen werden können, zeigt sich etwa bei den Kosten einer Mehrfamilienhaus-Sanierung, die den Verwaltungsaufwand über Jahre prägen können.

Schließlich beeinflussen auch zusätzliche Leistungen und die Komplexität der Mieterschaft die Kosten.

Häufige Mieterwechsel, viele Einzelabrechnungen oder ein hoher Abstimmungsbedarf erhöhen den Aufwand und damit das Honorar.

Wer diese Faktoren kennt, kann Angebote besser einordnen und realistisch vergleichen.

Unterschied zwischen WEG-Verwaltung und Mietverwaltung

Bei den Kosten einer Hausverwaltung spielt es eine wichtige Rolle, um welche Art der Verwaltung es sich handelt.

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen der WEG-Verwaltung und der Mietverwaltung, die unterschiedliche Aufgaben und Vergütungen mit sich bringen.

Die WEG-Verwaltung betreut das Gemeinschaftseigentum einer Wohnungseigentümergemeinschaft.

Sie organisiert die Eigentümerversammlung, setzt Beschlüsse um, erstellt den Wirtschaftsplan und kümmert sich um das gemeinschaftliche Eigentum.

Die Mietverwaltung hingegen bezieht sich auf vermietete Objekte und umfasst zusätzlich die Betreuung der Mietverhältnisse, etwa die Mieterkommunikation, die Abrechnung und die Neuvermietung.

Weil dieser Aufgabenbereich umfangreicher ist, liegt die Mietverwaltung in der Vergütung häufig etwas höher als die reine WEG-Verwaltung.

Für ein klassisches, vollständig vermietetes Mehrfamilienhaus ist in der Regel die Mietverwaltung die passende Form.

Welche Variante im Einzelfall sinnvoll ist, hängt von der Eigentümerstruktur und der Nutzung des Gebäudes ab.

Bei der WEG-Verwaltung gehören Organisation und Durchführung der Eigentümerversammlung zu den Kernaufgaben.

Welche Leistungen sind üblicherweise enthalten?

Im monatlichen Grundhonorar einer Hausverwaltung ist bereits ein breites Leistungsspektrum enthalten.

Dazu gehört in der Regel die gesamte Buchhaltung, also die Verwaltung der Konten, die Überwachung der Zahlungseingänge und die Erstellung der jährlichen Abrechnungen.

Ebenso enthalten ist üblicherweise die Koordination von Instandhaltung und Reparaturen, bei der die Verwaltung Handwerker beauftragt und deren Arbeit überwacht.

Auch die laufende Kommunikation mit den Mietern gehört zum Standard, etwa bei Anliegen, Beschwerden oder allgemeinen Abstimmungen.

Nicht jede Leistung ist jedoch automatisch im Grundhonorar abgedeckt.

Aufgaben wie die Neuvermietung von Wohnungen, die Begleitung größerer Sanierungen oder die Organisation außerordentlicher Versammlungen werden häufig gesondert berechnet.

Deshalb lohnt sich vor Vertragsabschluss ein genauer Blick darauf, welche Leistungen enthalten sind und welche zusätzlich anfallen.

Ein transparenter Vertrag schafft hier von Anfang an Klarheit und beugt späteren Diskussionen vor.

Versteckte Kosten und Zusatzgebühren

Neben dem vereinbarten Grundhonorar gibt es eine Reihe von Kosten, die in Standardverträgen nicht immer enthalten sind.

Diese sogenannten Sonderleistungen werden zusätzlich abgerechnet und können die Gesamtkosten spürbar erhöhen.

Zu den typischen Beispielen gehört die Koordination von Notdiensten, etwa bei einem Wasserschaden außerhalb der üblichen Geschäftszeiten.

Auch eine rechtliche Unterstützung, beispielsweise bei Mietstreitigkeiten oder Kündigungen, wird in der Regel separat berechnet.

Ein weiterer Posten ist die Begleitung größerer Modernisierungen oder Sanierungen, die einen erheblichen organisatorischen Aufwand bedeuten kann.

In diesem Zusammenhang spielen auch die Renovierungspflichten im Mehrfamilienhaus eine Rolle, da sie mitbestimmen, welche Maßnahmen überhaupt anfallen.

Damit aus solchen Zusatzleistungen keine bösen Überraschungen werden, sollten die möglichen Sonderkosten bereits im Vertrag klar geregelt sein.

So behalten Sie die Gesamtkosten im Blick und können verschiedene Angebote fair miteinander vergleichen.

Lohnt sich eine Hausverwaltung?

Ob sich eine professionelle Hausverwaltung lohnt, hängt vor allem von der Größe des Objekts und Ihren eigenen Möglichkeiten ab.

Der größte Vorteil liegt in der Zeitersparnis, denn die Verwaltung eines Mehrfamilienhauses bindet ohne professionelle Unterstützung erhebliche zeitliche Ressourcen.

Hinzu kommt die Sicherheit, dass rechtliche und formale Anforderungen zuverlässig eingehalten werden, was gerade bei Abrechnungen und Mietverhältnissen wichtig ist.

Auch der professionelle Umgang mit Mietern, von der Kommunikation bis zur Konfliktlösung, ist ein klarer Vorteil einer erfahrenen Verwaltung.

In manchen Fällen kann sich allerdings auch eine Selbstverwaltung lohnen.

Wer nur wenige Einheiten besitzt, über das nötige Fachwissen verfügt und ausreichend Zeit mitbringt, kann die Verwaltung unter Umständen selbst übernehmen.

Mit steigender Anzahl der Einheiten und wachsender Komplexität überwiegen jedoch in der Regel die Vorteile einer professionellen Lösung.

Letztlich ist es eine Abwägung zwischen Kosten auf der einen und Zeit, Fachwissen und Sicherheit auf der anderen Seite.

Eine verlässliche Verwaltung entlastet Eigentümer und sorgt für einen reibungslosen Betrieb.

Die richtige Hausverwaltung auswählen

Ist die Entscheidung für eine professionelle Verwaltung gefallen, kommt es auf die Auswahl des richtigen Anbieters an.

Vor der Unterschrift sollten Sie immer mehrere Angebote einholen und sie nicht nur über den Preis, sondern vor allem über den Leistungsumfang vergleichen.

Ein günstiges Honorar nützt wenig, wenn wichtige Leistungen fehlen oder ständig Zusatzkosten anfallen.

Achten Sie deshalb auf einen transparenten Vertrag, der klar regelt, welche Leistungen enthalten sind und wie Sonderleistungen abgerechnet werden.

Ebenso wichtig ist eine gute, verlässliche Kommunikation, denn eine erreichbare Verwaltung, die schnell und nachvollziehbar reagiert, erspart im Alltag viel Ärger.

Ein weiterer Pluspunkt ist lokale Marktkenntnis.

Gerade in einem Markt wie Berlin ist eine Verwaltung, die die örtlichen Gegebenheiten und das geltende Mietrecht gut kennt, ein echter Vorteil.

Wer Preis, Leistung, Kommunikation und Erfahrung sorgfältig abwägt, findet eine Verwaltung, die langfristig zuverlässig zum Objekt passt.

Fazit

Die Kosten einer Hausverwaltung für ein Mehrfamilienhaus hängen von der Verwaltungsart, der Objektgröße und dem Leistungsumfang ab und liegen meist im Bereich von etwa 20 bis 35 Euro pro Einheit und Monat.

Entscheidend ist jedoch nicht allein der Preis, sondern das Verhältnis von Kosten und Leistung sowie ein transparenter Vertrag ohne versteckte Zusatzgebühren.

Wer Angebote sorgfältig vergleicht und auf Leistungsumfang, Kommunikation und Erfahrung achtet, findet eine Verwaltung, die ihr Geld wert ist.

Geht es um den größeren Rahmen, also um Ankauf, Bewertung, Vermarktung oder Vermietung eines Mehrfamilienhauses, steht Ihnen QUIN Investment mit fundierter Marktkenntnis und langjähriger Erfahrung bei Wohn- und Investmentimmobilien zur Seite.

Einen Überblick über unsere Leistungen erhalten Sie auf unserer Website.

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